GGTS

Am Gymnasium Riem -gyMRiem- unterscheidet sich die gebundene Ganztagsschule (GGTS) von der Offenen Ganztagsschule (OGS) dadurch,  dass es sich bei der OGS primär um eine Nachmittagsbetreuung (Essen, Hausaufgaben, Freizeit) im Anschluss an den Vormittagsunterricht handelt. Der GGTS liegt dagegen ein ganzheitliches Konzept zu Grunde, das Fachunterricht, überfachliches Lernen, individuelle Förderung und sinnvolle Freizeitgestaltung über den
ganzen Schultag hinweg (also inklusive des Nachmittags) aufeinander abstimmt. Wie so etwas konkret aussehen kann, soll der folgende beispielhafte Stundenplan einer GGTS-Klasse in Jgst. 5 zeigen:

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Wahl der Ausbildungsrichtung

Zeit zum Ankommen (ZzA)
Morgens startet der GGTS-Tag am Gymnasium Riem gyMRiem jeweils mit 15 min „Zeit zum Ankommen“. Hier sind die Klassenzimmer bereits
geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler können bereits ihr Unterrichtsmaterial für die erste Stunde vorbereiten und sich bei Bedarf nochmal auf den Unterricht vorbereiten. Dazu herrscht im Klassenzimmer eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Wer in der ZzA mit seinen Mitschüler*innen plaudern will, kann dies im LernRaum tun.

Rhythmisierung
Bei der Gestaltung des Stundenplans für die GGTS wird nach Möglichkeit darauf geachtet, dass sich Phasen des
kognitiven Lernens (z.B. Mathe oder Englisch) mit Phasen des kreativ-musischen Lernens, des Sports oder von
Ruhe- und Erholungsphasen abwechseln (Rhythmisierung). An zwei Tagen in der Woche (hier am Montag und
Mittwoch) findet bewusst am Nachmittag kein Fachunterricht statt, damit diese Zeit bei Bedarf auch für
zeitintensivere Freizeitangebote (z.B. kleine Projekte, Ausflüge) genutzt werden kann.


Lern- und Freizeit (LFZ)
In der LFZ können sich die Schülerinnen und Schüler in der Regel ihre Zeit frei einteilen. Verpflichtend ist hier
lediglich ein Minimum von 45 min für die Anfertigung der Hausaufgaben und die Vorbereitung auf den
kommenden Schultag. Reicht dieses Zeitfenster nicht aus, kann es erweitert werden. Mindestens die
schriftlichen Hausaufgaben für den kommenden Schultag sollen an der Schule erledigt werden. Es wird
empfohlen Lernen für den Unterricht am folgenden Tag ebenfalls in die LFZ zu integrieren, da dies sonst noch
am Abend zu Hause erledigt werden muss.

Die Zeit der LFZ, die nicht für Lernen und Hausaufgaben benötigt wird, steht den Schülerinnen und Schüler als
Freizeit zur Verfügung. Dabei können z.B. Musik-, Sport- und Wahlkursangeboten genutzt oder an kleinen
Projekten teilgenommen werden. Auch das gemeinsame Spielen (z.B. Karten, Brettspiele) gehört dazu.
Zum Teil werden kleine Ausflüge angeboten oder Schüler*innen, die Ruhe suchen, können sich z.B. zum Lesen
oder Dösen zurückziehen.
Neben der Erledigung von Hausaufgaben und den Freizeitaktivitäten kann die LFZ auch für fachliche und
überfachliche Förderung genutzt werden. Dies wird in den beiden folgenden Abschnitten näher beschrieben.

Fachliche Förderung
Unter dem Kürzel „M/D/E intensiv/DFU“ verbergen sich verschiedene Angebote der fachlichen Förderung. So
müssen die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe pro Woche insgesamt mindestens zwei
Intensivierungsstunden in Mathematik, Deutsch oder Englisch besuchen. Auf Wunsch und nach Bedarf
besteht die Möglichkeit, bis zu vier Intensivierungsstunden in unterschiedlichen Fächern pro Woche zu
besuchen.Welche Intensivierungen in den verpflichtenden beiden Stunden, entscheiden die Schülerinnen und Schüler in
Absprache mit den Lehrkräften in den genannten Fächern. Die Zeitfenster, in denen sie die Intensivierungen
besuchen, können die Kinder selbst wählen. Bei den Intensivierungsstunden handelt es sich um das Üben und
Festigen von Lerninhalten aus den jeweiligen Fächern. Neuer „Stoff“ wird hier nicht durchgenommen. Die
Intensivierungsstunden werden von Fachlehrkräften betreut.

Überfachliche Förderung
Zur überfachlichen Betreuung in der GGTS gehören insbesondere drei Angebote.
Betreuung der Erledigung der schriftlichen Hausaufgaben durch Lehrkräfte
Tipps und Übungen zum Lernen Lernen und zur Selbstorganisation des eigenen Lernens
Stärkung der Deutsch-Kompetenz für den Fachunterricht (DFU)
Das Modul Deutsch in Fachunterricht (DFU) wird von montags bis donnerstags jeweils eine Stunde am
Nachmittag angeboten. Folgende Kompetenzen werden u.a. gefördert:

- Lesekompetenz (z.B. Fachtexte und Prüfungsaufgaben)
- Sprachliche Ausdrucksfähigkeit und Schreibkompetenz (u.a. Verwendung von Fachbegriffen)
- Methodenkompetenz (z.B. Auswertung von Sachtexten, Strukturierung von Informationen)
- Operatoren (Aufgabenstellungen bei Prüfungen) richtig verstehen und anwenden
Das DFU-Angebot, das durch Fachlehrkräfte betreut wird, ist freiwillig. Eltern melden ihr Kind hierfür
gesondert an.

Mittagspause
Zu Beginn der jeweiligen Mittagspausen gehen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam zum Mittagessen.
Dabei werden sie von einer Lehrkraft begleitet. Im ersten Jahr des Schulbetriebs (2022/23) wird das
Mittagessen von einem Catering-Unternehmen angeliefert und in der Pausenhalle der Realschule
eingenommen. Ab dem Schuljahr 2023/24 ist die eigentliche Mensa in Betrieb, in der frisch gekocht wird. Nach
einer Mindestzeit für die gemeinsam Einnahme des Mittagsessens (z.B. 25 min) können Schülerinnen und
Schüler, die dann schon gegessen haben, den Rest der Mittagspause als Ruhe- oder Bewegungsphase nutzen.


Fazit:
Im Vergleich zur Offenen Ganztagsschule, die hauptsächlich auf die Betreuung der Schülerinnen und Schüler
im Anschluss an den Vormittagsunterricht ausgelegt ist, handelt es sich bei der Gebundenen Ganztagsschule
um ein pädagogisches Gesamtkonzept, bei dem mehr Zeit zur Verfügung steht, so dass im Verlauf des
Unterrichtstages Phasen des Lernens gezielt mit Phasen der Entspannung abgewechselt werden können.

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